QuartalsBar

Seit Januar 2005 gibt es in der Neuen Werkstatt die Monatsbar, die jeweils nur am 12. jeden Monats geöffnet ist. Dabei wird die Produktionshalle mit den Werkbänken und den Lagerregalen in der schmucken Backsteinfabrik am Oberen Deutweg 1 (Ecke Grüzefeldstrasse) jeweils zur Kultur-Bar umfunktioniert. Ab 2014 wurde die Monatsbar zur QartalsBar und findet jeweils am 12. März, 12. Juni, 12. September und am 12. Dezember statt. Ausser Getränken und Snacks gibt es an der QuartalsBar kleine, nicht alltägliche Attraktionen: Gäste aus den Sparten Musik, Kunst, Design, Theater, Tanz, Literatur, Architektur, Handwerk sorgen mit kurzen Darbietungen für Gesprächsstoff, Denkanstösse und Unterhaltung. Der Eintritt zu diesen Veranstaltungen ist frei / auf Kollekte.
QuartalsBar-Archiv

Dienstag, 12. Juni 2018

Linah Rocio – spannende, ungewohnte Klänge zwischen Jazz und Spoken Word

Apéro ab 18:00 h, Veranstaltungsbeginn 19:30 h. Der Eintritt ist frei (Kollekte)


Das wird ein (ent)spannender Abend in der QuartalsBar! Nach ihrem 2015 erschienenen, eher von Jazz und Pop inspirierten Singer-Songwriter-Album «Armour & The Universe», präsentierte Linah Rocio Anfang dieses Jahres ganz andere Klänge: Ihre neue CD «Warrior Talk» ist ein Spoken-Word-Album, das mit ruhigen, verträumten, sphärischen Sounds und geflüsterten, gehauchten – eben «gespokten» – Texten Hühnerhaut erzeugt. Entstanden ist es in Zusammenarbeit mit den interna-tionalen Produzenten Steffen Aaskoven (Bliss) and Thor Finland (The Lighthearted).

Linah Rocio (eigentlich Carolina Stiles) wurde in Santiago de Chile geboren und wuchs später in Hongkong und Baden AG auf. Ihre erste Liebe galt dem Ballett: Im Alter von sechs Jahren begann sie an der Royal School of Ballett in Hongkong zu tanzen, musste dies später wegen Verletzungen aber aufgeben. Ihre Tanzausbildung war dennoch nützlich: Sie wirkte später in Musicalproduktio-nen mit.

Linah Rocio begann zunächst ein Studium der Englischen Literatur an der Universität Zürich. Dieses schloss sie jedoch nicht ab; stattdessen konzentrierte sich auf das Songwriting. 2007 gab sie in Ba-den ihr erstes Konzert als Linah Rocio, 2008 wurde sie in das «The Mint and Industry Café» in Los Angeles eingeladen. In der Folge experimentierte sie mit verschiedenen Stilen, von Funk und Jazz über Trip Hop bis hin zu elektronischer Musik und spielte mit verschiedenen Bands und Künstlern, wie Adrian Stern oder Hendrix Ackle.

Ihr Debütalbum «All About Secrets» erschien 2010. Die ausgekoppelte Single «Paris Mon Rêve» war auf verschiedenen Radiosendern zu hören. Ihr zweites Album «Warrior Talk» wurde über einen längeren Zeitraum zwischen 2013 und 2015 aufgenommen. Nach Konzerten in London wurde sie bei Aveline Records in London unter Vertrag genommen, was ihr ermöglichte, in Großbritannien und in der Schweiz zu touren.
2017 erhielt sie vom Aargauer Kuratorium ein Stipendium, das ihr ermöglichen wird, von Juli bis Dezember 2018 in London zu wohnen und zu arbeiten.

Mittwoch, 12. September 2018

Freche Mundartsongs von Schnauz: Drei (oder zwei) Schnäuze für ein Halleluja!

Apéro ab 18:00 h, Veranstaltungsbeginn 19:30 h. Der Eintritt ist frei (Kollekte)


Schnauz sind zwei – manchmal auch drei – unerschrockene, wagemutige Liedermacher. Ironisch-schwarzhumorig und doch liebenswert macht sich die Combo über den Alltag lustig. Sei das nun der Kater nach ordentlich viel Schnaps oder seien es Penelope Cruz, hippe Stadtzürcher, nicht ganz so hippe Winterthurer. Erfrischend und nonchalant werden die Absurditäten des Daseins auf die Schippe genommen.

2015 fanden sich zwei Schnäuze in Winterthur und begannen zusammen zu musizieren. Zwei Gitarren trafen aufeinander und animierten zwei Münder, komische Laute von sich zu geben. Aus langen Jamsessions in der Küche wurden kleine Songs mit schmunzelnden Mundarttexten. Diese wurden immer länger und gewannen bald viele Freunde. Heute sind die zwei Schnäuze der Bühne gewachsen und freuen sich über Publikum.

Ab dem Sommer 2016 wurde „Schnauz“ um einen bodenständigen Bass reicher, der ab und zu mal mitwummert. Seit da wurde das Repertoire noch beträchtlich erweitert und die selbstgeschnitzten Songs wurden zu einem unterhaltsamen Set, welches manch einem Zuschauer ein Schmunzeln ins Gesicht (bzw. unter den Schnauz) zaubert.

Den Musikstil von Schnauz könnte man als Mischung aus Folk, Pop und Rock bezeichnen – die Schnäuze selber nennen es „Flop“. Schnauz ist in der Lage, in allen möglichen Formationen zu spielen. Ob als Trio, Duo oder Solo, ob verstärkt oder akustisch; im Mittelpunkt stehen der Text und die heiteren Geschichten über die Tücken des Lebens.

Übrigens (und ganz wichtig): „Wir haben selber keine Schnäuze, wir tragen sie in uns drin. Und manchmal auf der Brust.“ Schnauz besteht aus folgenden Zutaten:

Valentino Vigniti: Gesang und akustische Gitarre
Jvo Trachsel: E- und akustische Gitarre, Gesang
Oli Werlen: Bass und Gesang (wenn er Lust hat)

Mittwoch, 12. Dezember 2018

Volker Ranisch: Der Welten Untergang - ein Liederabend mit Folgen

Apéro ab 18:00 h, Veranstaltungsbeginn 19:30 h. Der Eintritt ist frei (Kollekte)


Schon mehrmals und in den verschiedensten Rollen (als Professor Unrat, Felix Krull, Robert Walser u.a.) hat der Schauspieler Volker Ranisch die Herzen des QuartalsBar-Publikums beglückt und verzaubert. Oder gar erobert, so dass er dort schon einen richtigen Fanclub hat ...

Nun gibt er sich wieder die Ehre und die Zuschauenden haben das Vergnügen: Frei nach „einem schauerlichen Liederzyklus“ – gemeint ist natürlich die berühmte „Winterreise“ von Wilhelm Müller und Franz Schubert – und konterkariert mit den respektlosen Texten von Oskar Panizza präsentiert er in seinem neuen Programm geballte Satire und feine Ironie, welche dem Publikum Mores lehren.

Neu erzählt und weitergeführt als Anleitung zum stilvollen Umgang mit apokalyptischen Visionen reist Volker Ranisch in der Inszenierung von André Steger quer durch die Romantik und bis in die Gegenwart hinein. Er begibt sich dabei auf eine Spurensuche nach romantischen Motiven als Triebfedern unseres heutigen Tuns und Handelns.

Und das meinen die Medien zu Ranischs Wirken auf der Bühne:

„Mal ist er Felix Krull, mal Robert Walser, dann wieder Professor Unrat. Das Federleichte und Sprachversessene hat Ranisch auch diesmal zu seinem Markenzeichen gemacht“ (Zürcher Tagesanzeiger)

„Ein furios fulminanter Theaterspass, der Mut macht.“ (Tagblatt Stadt Zürich)

Wir dagegen finden: Selber hingehen und sich von der tolle Einmann-Show begeistern lassen.