
freitag, 12. april 2013
Das «ensemble le phénix»
spielt Hermann Hesses Lieblingsmusik
Apéro ab 18 Uhr
konzert um 19.30 Uhr
Eintritt frei

|
Ab seinem 42. Lebensjahr lebte Hermann Hesse in Montagnola im Tessin. Die geografische Nähe und das dortige kulturelle Angebot machten ihn zum regelmässigen Gast in Graubünden: Unzählige Male begab er sich auf kulturelle Ausflüge ins Engadin, besuchte Konzerte, Museen und machte Spaziergängen. In St. Moritz hörte er sehr häufig Orchester-, Geigen- und Flötenmusik. Er pflegte dort aber auch den Austausch mit und enge Freundschaften zu anderen Künstlern, so etwa zum grossen Cellisten Pierre Fournier.
Interesssanterweise entwickelte sich der Musikgeschmack Hermann Hesses (anders als etwa derjenige von Thomas Mann) rückwärts: Von der Moderne weg verlagerte sich sein Interesse zu Bach und Mozart, zu Vivaldi und Scarlatti und später zur frühen italienischen Re-naissance. Das «ensemble le phénix» widmet sich in seinem 13. Programm dieser musikalischen Welt Hermann Hesses; es besteht aus der Cellistin Christine Meyer und dem Cellisten Mathias Kleiböhmer. Hesses Musikvorlieben – Othmar Schoeck, Antonio Vivaldi, W.A. Mozart, Francesco Veracini, Alesandro Scarlatti – transferierte es auf zwei Celli; es lässt diese miteinander kommunizieren, singen, sprechen. Und selbstverständlich wird auch Hermann Hesse selber durch kurze Textpassagen und Gedichte zu Wort kommen.
Mathias Kleiböhmer und Christine Meyer studierten beide bei Peter Hörr in Bern und bei Claude Starck und dem Carmina Quartett in Zürich, wo sie mit Lehrdiplom und Konzertreifediplom abschlossen. In Kursen – unter anderem bei Wolfgang Boettcher, Thomas Demenga, YoYo Ma – erhielten sie wichtige Impulse. Beide Musiker sind Mitglieder verschiedener Kammerorchester und Preisträger von Jeunesses musicales sowie dem Koeckert Cello-wettbewerb Zürich.
|
| |
dienstag, 12. märz 2013
Park N'Sons
Hans Schweizer | Tenorsax,
Querflöte
Ueli Klee | Altosax
Christian Klee | Gitarre
Andreas Gisler | Bass
René Naef | Schlagzeug
Apéro ab 18 Uhr
konzert um 19.30 Uhr
Eintritt frei

|
Park N’Sons spielen eine Mischung aus Jazz-Standards und eigene Nummern, ihr Stil variiert von swingendem Bebop über Latin bis zu funkigem Jazz oder Blues. Zeitgeschichtlich bewegen sie sich von den Anfängen des Jazz bis in die Moderne, wobei ihr Repertoire etwas schwergewichtiger bei Monk, Miles oder Shorter liegt.
Entsprechend vielschichtig ist denn auch die musikalische Vorgeschichte der einzelnen Bandmitglieder. Alle haben eine oder mehrere Instrumentalausbildungen genossen, z.T. klassisch, z.T. an Jazzschulen – dennoch ist die Musik bei allen Hobby geblieben. Die musikalische «Karriere» der einzelnen Bandmitgliedern verlief keineswegs geradlinig, sondern bei den meisten zuerst über Punk, Rock und Funk. Auch die Instrumentenwahl war bei einigen ein Pfad mit Umwegen. Ueli Klee besuchte zuerst die Tambourenschule, bevor er über Gitarre und Klavier zum Altosax fand. Hans Schweiz flottiert bis heute zwischen Querflöte und Tenorsax. Gitarrist Christian Klee versuchte sich auch mal auf einer Trompete, während Bassist Andreas Gisler einst als Keyboarder begann. Nur bei René Naef war das Schlagzeug eine Liebe auf den ersten Blick, die bis heute anhält.
Nach den wilden Punk- und Funk-Jahren hat sich dann die erste Formation vor mehr als zwanzig Jahren ernsthaft dem Jazz in seiner ganzen Breite zugewandt. Die Band in der heutigen Standardformation besteht seit fünfzehn Jahren. Immer wieder erweitern Gastmusiker – z.B. Gesang, Tuba, Klavier oder Trompete – das musikalische Spektrum der Band und bringen stets neue Impulse und Stilelemente ein, was neue Songinterpretationen bewirkt. So ist es keine Seltenheit, dass ein Swing plötzlich in einem funkigen Takt daher kommt oder ein dynamischer Shuffle zu einer Ballade wird.
|
| |
samstag, 12. januar 2013
Songs von Hexen und Barpianisten
mit Marie Séférian (voc) und Florian Favre (p)
Apéro ab 17 Uhr
konzert um 18 Uhr
Eintritt frei

|
Marie Séférian (Gesang) und Florian Favre (Klavier) bilden ein Duo, das von verschiedensten Einflüssen geprägt wird, etwa den libanesischen Wurzeln Séférians, aber auch vom Jazz. Gemeinsam ist den beiden die Nähe zu französischer Musik und Kultur. Das Resultat ist ein Mix aus einem traditionellem Jazzrepertoire und originellen Eigenkompositionen: So beinhalten ihre Songs englische und französische, aber auch Phantasietexte. Ihre Stücke erzählen mal von Hexen, die als schwarze Punkte am Himmel verschwinden, mal von einem Barpianisten, der noch am spielen ist, während die Welt um ihn herum schon schläft…
Séférian setzt ihre Stimme oft auch als Instrument ein, lässt dadurch wahre Klangkulissen entstehen. Ungerade Taktarten und ein grosses Vertrauen zueinander lassen genügend Spielraum für immer neue, frische Ideen: Die Freiheit die sich die beiden Musizierenden geben (und nehmen), schafft es, den Spannungsbogen bei jedem Konzert neu und anders aufzubauen, jedes Mal ein bisschen weiter in eine neue Klang- und Phantasiewelt einzutauchen.
Die Sängerin Marie Séférian wurde als Tochter eines französischen Chansonniers und einer Kammermusikerin in Münster geboren. Bis zu ihrem vierzehnten Lebensjahr nahm sie Geigenunterricht, dann stieg sie auf Klavier und Musical-Gesang um. Mit siebzehn Jahren wechselte sie vom Musical zur Klassik, zwei Jahre später zum Jazz. Nach einer Ausbildung in Jazzgesang in Enschede wechselte sie nach Berlin, wo sie vier Jahre am Jazzinstitut studierte. Ihren Master machte Séférian in Luzern bei Lauren Newton.
Der Pianist Florian Favre wurde 1986 in Montagny-les-Monts geboren. Bereits mit acht Jahren begann er mit dem klassischen Klavierunterricht. Da sich Favre schon im jungen Alter zur improvisierten Musik hingezogen fühlte, begann er am Conservatoire de Fribourg Jazzstunden zu nehmen. 2007 machte er die Aufnahmeprüfung an der Swiss Jazz School in Bern, 2010 schloss er diese mit einen Bachelor of Arts ab. Seinen Master machte er mit Schwerpunkt auf Komposition.
|
| |
mittwoch, 12. dezember 2012
Herzerwärmende «Volksmusik des Alltags»
von Wüstenfisch
Michelle DeFalque, Gesang und Perkussion
Roli Thurnheer Akkordeon und Trompete
Daniel von Arb, Gitarre
Kaspar von Blarer, Kontrabass
Apéro ab 18 Uhr
konzert um 19.30 Uhr
Eintritt frei

|
Mag das Wüstenschiff die arabischen, afrikanischen und asiatischen Trockengebiete bevölkern – der Wüstenfisch ist definitiv in den amerikanischen Wüsten heimisch. (So etwa der Nevada-Wüstenfisch cyprinodon nevadensis oder der Tecopa-Kärpfling cyprinodon nevadensis callidae, eine ausgestorbene Unterart. Aber das nur am Rande). Es gibt aber auch andere Arten, die sich im Lauf der Evolution vom Fisch vom Wasser- zum Landtier entwickelten.
Und dann ist da noch die gleichnamige Band Wüstenfisch – und die trägt quasi Wasser in die Wüste: Die Vier bringen einen breiten Erfahrungsschatz aus Rock, Blues, Jazz, Folk, Country und Experimentalmusik mit und spielen Volksmusik aus der Schweiz, Europa und dem amerikanischen Kontinent auf ihre eigene Art.
Sie verstehen Volksmusik als Musik des Alltags, der Menschen, des Lebens. Und deshalb sind ihre Auftritte näher bei einer Stubete als beim Konzertsaal. Sie spielen Musik vom Land und vom Wasser.
Groovig. Zum Zuhören, Tanzen, Reden, Festen … und zum Herzerwärmen. Also genau richtig für einen ghündeligen Mittwochabend im Dezember – sowie zur Feier des ominösen Datums 12.12.12!
|
| |
montag, 12. november 2012
Dem Jazz Manouche auf der Spur
Simon Wyrsch, clarinet
Chris Ruh, acoustic guitar
Franz Winteler, double bass
Apéro ab 17.30 Uhr
konzert um 19.30 Uhr
Eintritt frei

|
Der Gypsy Jazz – oder eben Jazz Manouche – entstand Ende der 1920er Jahre in Frankreich als Fusion von New-Orleans-Jazz, Valses Musettes und Roma-Musik. Damit hatte der Jazz nach dem Sprung über den Atlantik erstmals eine eigene, europäische Form gefunden. Die bekanntesten Exponenten dieses Stils sind der Gitarrist Django Reinhardt und der Geiger Stéphane Grappelli mit ihrem Quintett Hot Club de France.
Im Gypsy-Jazz-Trio vereinen sich drei Musiker, welche allesamt ihre Leidenschaft für diese Musikrichtung miteinander teilen. Es werden im Repertoire einige der berühmtesten Nummern vorgestellt, allesamt Jazzstandards aus dem Great American Songbook. So gibt es auch Stücke in dieser Stilrichtung, die jeder schon mal irgendwo gehört hat und die Erinnerungen wecken.
Chris Ruh ist als Gitarrist in verschiedenen Formation aktiv und hat mit djangolizer ein Computerprogramm entwickelt, um Gypsy-Jazz zu erlernen. Bassist Franz Winteler gilt als Pionier
auf der Panflöte in der Schweiz und ist im Gypsy auch mit Gitarre anzutreffen. Simon Wyrsch fand zum Jazz Manouche über Hubert Rostaing, den er auf einer Kassette mit Django spielen gehört hatte. Ein prägendes Erlebnis: Danach gründete Simon sein «Gypsy-Jazz-Trio», mit dem er in Cafés, Bars und Clubs in der ganzen Schweiz auftritt.
|
| |
mittwoch, 12. september 2012
«Sounds like Joyce!» mit 341
Apéro ab 17.30 Uhr
konzert ab 19.30 Uhr
Eintritt frei

|
Die Musik der Formation 341 steht für freie Improvisation sowie für poetische, experimentelle Musik, die auch Einflüsse von Independent Rock, Folk und Jazz aufnimmt. Mit Sounds like Joyce! erweitert 341 das Spektrum mit Klängen, Stimmen, Atem, Rhythmen – und verbindet es mit der Poesie von James Joyce: Für das Projekt wählten 341 sieben Gedichte aus Joyces Gedichtsammlungen «Chamber Music» und «Pomes Penyeach» aus.
Die ursprüngliche Duoformation 241 Unit wurde vom Zürcher Gitarristen Jerry Rojas und dem Winterthurer Bassisten Beat Gisler gegründet. Neu wird sie durch die Stimme der Sängerin Nuka um ein kunterbuntes, vokales Klang- und Geräuschspektrum zum Trio erweitert. Mit ungeahnten Folgen: Bald fingen auch Rojas und Gisler ihre Stimmen als zusätzliche Instrumente zu nutzen und umgekehrt begann Nuka damit, im Bandkontext Bass und Klavier/Keyboard zu spielen. Da die drei auch privat eng befreundeten Musiker zudem den Wunsch verspürten, weitere gemeinsame Interessenswelten teilen (Literatur, Poesie und Reisen), entstand irgendwann die Idee, Musik zu Gedichten von James Joyce zu komponieren.
Ihre Suche konzentrierte sich auf solche, die sie als besonders rhythmisch, melodisch und ausdrucksstark empfanden. Ein weiteres Kriterium war ihr Bezug zur Schweiz bzw. zu Zürich (zum Beispiel das Gedicht «Bahnhofstrasse»). Sieben Werke entsprachen diesen Kriterien und mit Hilfe der James Joyce Foundation in Zürich konnten interessante Hintergrundinformationen zum Autor und den ausgewählten Gedichten gefunden werden. Etwa, dass James Joyce selbst sehr gerne Musiker (insbesondere Sänger) gewesen wäre. Und dass fünf der sieben ausgewählten Gedichte, von ihm eigentlich speziell für die Vertonung durch Musiker geschrieben worden waren.
|
| |
donnerstag, 12. juli 2012
«Das Alptraumschloss» Eine schräge Leseperformance von Oliver Fuhrer und Dirk Kappeler
Apéro ab 18 Uhr
lesung 20 Uhr
Eintritt frei

|
Conny Nötzli rettet einer Schneckenfee das Leben –und schon hat sie einen Wunsch frei. Soll sie sich das neuste Schuhmodell vom Modedesigner Enzo della Pietra wünschen, das sie kürzlich im Schuhhaus Vögele gesehen hat? Oder doch lieber ihren grössten Traum erfüllen, ein Eigenheim im Grünen? Conny entscheidet sich für das Haus – aber an das Land dazu (oder an den schlechten Geschmack der Schneckenfee) denkt sie nicht, und natürlich ebenso wenig an die vertrackte Bau- und Zonenordnung des schönen Fleckens Schilda, in der Nähe von Winterthur.
So beginnen Connys Probleme. Das Traumschloss steht widerrechtlich auf dem Grundstück des Schwygeröhis, eines mürrischen, aber eigentlich herzensguten Bauern. Und zudem hat auch der hinterhältige Grossarchitekt Aurophil Stichinsfeld-Überbiss schon lange ein Auge auf das Land geworfen. Denn er hat magalomanische Überbauungspläne – und ist nicht halb so herzensgut wie der Schwygeröhi. Rettung naht in Form des – zugegebenermassen – etwas einfältigen Bausekretärs Ernst Tygertal: Kann er Connys Haus retten – und ihr Herz gewinnen?
Oliver Fuhrer hat braunes Haar mit grauen Schläfen und eine grosse Nase. Seine Augen sind wegen seiner Kontaktlinsenmanie stets geschwollen. Schon im zarten Kindesalter verfasste er Abenteuergeschichten wie «Die Derrickbande». Ausserdem schrieb er im achten Lebensjahr die ersten 24 Seiten von «Robin Hood» ab. Im Jahr 2001 veröffentlichte er als Oliver Junk zusammen mit Dirk Dark den epochalen Fantasy-Roman «Ein Hauch von Knoblauch».
Dirk Kappeler hat gar kein Haar, aber wenn er welches hätte, wäre es hellbraun, samtig weich gewellt und fluffig. (Dafür hält seine Frisur auch ohne Dreiwetter-Taft.) Nach einem sensationellen Kritiker-Erfolg mit seinem Gymnasiumsaufsatz zum Thema Parzival (mindestens der Deutschlehrer war begeistert) schlummerte das literarisches Talent, bis es 2001 von Oliver Junk aus dem Dornröschenschlaf wachgeküsst wurde. Soweit bisher bekannt ohne bleibende Schäden.
|
| |
dienstag, 12. juni 2012
Ist das noch Schlager?
Am Klavier (und bei Stimme): Niels van der Waerden
Apéro ab 18 Uhr
konzert 20 Uhr
Eintritt frei

|
Die Liederabende mit Niels van der Waerden sind gewiss nichts für ruhige Stunden. Hier geht es hoch her, hier kommen die grossen Fragen dran! Quer durch die Musik der Jahrzehnte geht es, an den Bohémiens vorbei und an den Hippies und an den Revoluzzern.
Edelkitsch gibt’s hier, Tingeltangel, Bänkelsang, Mitgrölklassiker und „das Beste aus hundert Jahren Protestmusik“. Dazu poltert das Klavier, und zwischendrin wird die Welt erklärt. (Zwischenrufe sind erlaubt.)
Wer Pop und Schlager mag, kommt hier immer wieder mal auf seine Kosten. Wer Musik mag, die auf den Putz haut und nach dem guten Leben ruft, erst recht.
Niels van der Waerden (*1982) ist freischaffender Musiker und lebt in Zürich. Seit gut zehn Jahren kommt er mit seinen Soloprogrammen herum, und nebenher ist er immer wieder mal bei freien Theaterproduktionen auf der Bühne zu sehen, zuletzt mit Jannek Petri und Matthias Hungerbühler.
|
| |
samstag, 12. mai 2012
Volker Ranisch spielt Professor Unrat
Apéro ab 18 Uhr
Szenische Lesung 19 Uhr
Eintritt frei

|
Heinrich Manns wohl bekanntester Roman erschien 1905 und wurde durch Josef von Sternbergs Verfilmung «Der blaue Engel» von 1930 (mit Marlene Dietrich und Emil Jannings in den Hauptrollen) weltbekannt. Es ist die Geschichte des Gymnasialprofessor Dr. Immanuel Raat, den alle «Unrat» nennen.
Dass er seinen Schülern eines Abends heimlich ins Hafen-Varieté «Zum blauen Engel» folgt, wird für ihn der Anfang des Verderbens sein. Denn dort trifft er auf die verführerische Tingeltangelsängerin Lola, an die er sofort sein Herz verliert. Diese Mésalliance wird ihn bald darauf sein Amt kosten – als der Dampfkessel der Wohlanständigkeit, das Korsett bürgerlicher Moral platzt… Obwohl Unrat Lola darauf heiratet und ihre Attraktivität benutzt, um an der Stadt und an seinen Schülern Rache zu üben, wird der triumphale Moment, in dem er glaubt, alle Widersacher besiegt zu haben, auch zum Moment seines Scheiterns.
In einer Art Kopf-Kino tritt der Schauspieler Volker Ranisch (regelmässigen Besuchern der MonatsBar in bester Erinnerung!) in freier Rede vor sein Publikum und lässt die Figuren der Geschichte und ihre mannigfaltigen Beziehungen lebendig werden: Er eröffnet damit den Blick auf eine Welt, die in ihrer Aktualität und Zeitlosigkeit fasziniert, weil sie die dunkle Seite des Menschen, seine Lust an Gaunereien, an kleineren und grösseren «eleganten Verbrechen» zeigt. Dabei geht es auch um Verführbarkeit, die mit dieser Lust in engem Zusammenhang steht.
Volker Ranisch (*1966 in Chemnitz) machte nach seinem Abitur von 1986 bis 1990 eine Schauspielausbildung an der Theaterhochschule «Hans Otto» in Leipzig. Seither spielte er als Ensemblemitglied und bei Tourneen auf vielen Bühnen (u.a. Schauspielhaus Leipzig, Deutsches Theater Berlin, Schauspielhaus Zürich), wirkte in Spiel- und Fernsehfilmen mit und ist mit Soloprogrammen unterwegs. («Professor Unrat oder das Ende eines Tyrannen»: Theaterfassung und Spiel Volker Ranisch; Regie Mareike Block)
|
| |
donnerstag, 12. april 2012
<SANTILLI ALDERIGHI MIT IHRER CD
«GODIVA SOLEVA»
Apéro ab 18 Uhr
Konzerte ab 20 Uhr

|
Die Kompositionen Marco Santillis bedienen sich der Ausdrucksmittel der Klassik und des Jazz. Sie schaffen den Rahmen, der das farbenreiche Klangspektrum seiner Instrumente – Klarinette und Bassklarinette – zum Leuchten bringt. Gleichwohl lassen sie seinem Partner Paolo Alderighi am Piano genügend Raum zur Entfaltung. Das Debütalbum von Santilli Alderighi «Godiva soleva» als kammermusikalischen Jazz zu bezeichnen ist zwar richtig, doch spiegelt diese Etikette nicht annähernd die Fülle des musikalischen Spektrums.
Viel schöner ist es, sich Titel, wie «Il tanghero va all’immusonita sciorinando lusinghe» («Der Rüpel breitet vor der Schmollenden seine Schmeicheleien aus») auf der Zunge zergehen zu lassen um sich dann in der Poesie der Musik zu verlieren… «Godiva soleva» – das sind dreizehn Musikstücke und atmosphärisch dichte Geschichten, von Klarinette und Klavier bravourös in Szene gesetzt. Sie erzählen von der Kunst der Verführung, der Kunst sich allem Überflüssigen zu entledigen und vom Reiz zarter Melancholie - sowie von der Freude, in den kleinen Dingen größte Schönheit blitzen zu sehen.
MARCO SANTILLI wurde in Locarno geboren und wuchs im Tessin auf. Nach seinem Schulabschluss mit kaufmännischem Diplom und ein paar Jahren Praxis begann er mit dem Klarinettenstudium am Konservatorium Zürich, das er mit dem Fach Blasmusikdirektion erweiterte. Nach dem Orchester- und Lehrdiplom, wurde er Zuzüger im Orchester der Oper Zürich und im «Orchestra della Svizzera Italiana». Sein Solisten-Diplom des Konservatoriums Lausanne machte er mit der Auszeichnung «Premier Prix de Virtuosité».
PAOLO ALDERIGHI ist 1980 in Mailand geboren. Mit 19 Jahren schloss er das Konservatorium «Giuseppe Verdi» in Mailand ab, danach machte er einen Abschluss in Kunst-, Kultur- und Kommunikations-Wirtschaft an der Universität Bocconi. Anschliessend entschied er sich für den Jazz, seine Leidenschaft. 2004 wurde er am holländischen Breda Jazz Festival als bestes junges Talent prämiert; beim Premio Nazionale delle Arti 2007 erhielt er in der Sparte Jazz den Spezialpreis der Jury. Paolo Alderighi tritt mit verschiedenen Formationen und als Solist auf
|
| |
montag, 12. märz 2012
Triopack in der Monatsbar:
zwei Duos und eine Uhr!
Duo «thand»
Duo «galgant»
Pendeluhr «Clockwork 2.79»
Apéro ab 17 Uhr
Konzerte ab 20 Uhr
«Clockwork 2.79» tickt bis 12.4.2012 in der Neuen Werkstatt und kann zu den üblichen Geschäftszeiten besichtigt werden.


|
Das Duo «thand» misst in seinem frei improvisiertem Spiel alle Facetten der Geräusch- und Tonerzeugung aus, mal digital und scharf, mal akustisch und fein. Während Thomas Peter mit seinem Laptop Soundfiles live bearbeitet, verzerrt oder loopt, spielt André Meier seine mit Mikrophonen erweiterte Trompete, welche sich stark der elektronischen Klangerzeugung und Sprache annähert. Durch langjähriges Zusammenspiel hat sich das Duo eine spannende Spiel- und Klangcharakteristik erarbeitet: energetisch, geräuschhaft, reaktionsreich und von grosser Dynamik.
André Meier (*1974) studierte Trompete bei Rudolf Linder, Komposition an der Hochschule der Musik-Akademie Basel und dazu als Instrumentalist Improvisation. Nebst seiner musikpädagogischen Tätigkeit widmet er sich als Komponist und Interpret vorwiegend der Neuen und improvisierten Musik.
Thomas Peter (*1971) studierte Audiodesign, Komposition und Improvisation an der Hochschule für Musik in Basel. Seine Tätigkeit umfasst Komposition elektroakustischer Musik, Laptop-Performances, improvisierte Musik, Klanginstallationen, Theatermusik und die Realisation und Interpretation von Live-Elektronik.
—
Franziska Welti und Andreas Stahel begeben sich in den Vokalimprovisationen ihres Duos «galgant» auf abenteuerliche Entdeckungsreisen durch unerforschte stimmliche Gebiete. Von seltsam fernen Atemgeräuschen und entrückten Sirenengesängen bis zu wilden, dadaistischen Wortverrenkungen ist den beiden unerschrockenen Performern nichts fremd. Obertondelirien und Untertonabgründe eröffnen sich, gurgelnd galgantische Seufzer bäumen sich auf, werden von ariosen Kantilenen durchbrochen und steigern sich von röchelndem Flüstern in einen atlantischen Wortschwall, um dann mit einem Juchzer in die Weite zu entschweben. Lassen Sie sich entführen!
Franziska Welti ist als Sängerin, Künstlerin und Stimmimprovisatorin in der Musik vom Frühbarock bis zum 21. Jahrhundert beheimatet. Sie ist immer wieder neuen Tönen und Klängen in allen Nuancen und Variationen auf der Spur, sei es mit der eigenen Stimme oder in ihren Klanginstallationen und bringt darüber hinaus mit viel Freude und Begeisterung andere Menschen zum Singen und Klingen.
Andreas Stahel ist als Flötist, Stimmperformer und Komponist hauptsächlich in den Bereichen experimentelle Musik und Improvisierte Musik tätig. Er arbeitet gerne mit Künstlern aus anderen Sparten wie Tanz, Performance, Lyrik etc. zusammen.
—
Der Mechaniker und Designer Martin Fischer hat das Thema Wanduhr neu interpretiert. Als Inspirationsquelle dienten ihm Eisenuhren aus dem 18. Jahrhundert und entstanden ist eine spektakuläre Wandskelettuhr: Seine «Clockwork 2.79» besticht nicht nur durch ihre einzigartige Form und ihr reduziertes Design, sondern auch die sichtbare (und natürlich präzise!) Funktion. Sowie durch eine überraschende Materialität: Rohes Messing und trovalisierter, phosphatierter Stahl verleihen ihr einen rohen, industriellen Touch. An der Uhr gibt ein 2 Meter langes Carbon-Pendel den Takt mit tiefer Frequenz an. Dadurch erscheint es einem, als ob sich die Zeit verlangsamt hätte. Die Ziffern, die als Silhouetten aus dem Zifferblatt geschnitten sind, zeigen die Stunden und Minuten an, indem sie an feststehenden Zeigern vorbeilaufen. Die «Clockwork 2.79» wird in Kleinserie ausschliesslich in der Schweiz und in Handarbeit gefertigt, wobei modernste technische Verfahren zum Einsatz kommen.
Martin Fischer (*1960) ist gelernter Maschinenmechaniker und seit jeher fasziniert von haptischen und kinetischen Erlebnissen. Ihn interessieren die unterschiedlichsten Materialien und deren Eigenleben. Beim Plastiker Danny Lane in London kam er erstmals mit dem Thema Gestaltung in Kontakt. Später absolvierte er eine Kunstausbildung in Casole d`Elsa beim Bildhauer Nigel Konstam. Danach experimentierte Martin Fischer mit Glas, Stahl und Licht in Ateliers in Mailand und Zürich. Seit 2000 betreibt er die a-faire Metallwerkstatt, die unter anderem Leuchten und Möbel designt.
|
| |
donnerstag, 12. januar 2012
Bass und Bass gesellt sich gern
Jojo Kunz (bass) und Herbert Kramis (bass)
Apéro ab 17 Uhr
beginn ausnahmsweise 20 Uhr

|
Die Winterthurer Bassistin Jojo Kunz, die eher von der klassischen Musik her kommt, trifft in der Monatsbar auf den Zürcher Jazzbassisten Herbert Kramis. Und das mischt sich erstaunlich gut. Denn wenn man den Kontrabass einmal von seiner unscheinbaren und eher trägen Fundamentfunktion befreit, zeigt sich plötzlich seine wunderbare Wärme und seine wandlungsfähige Stimme. «Wir greifen auf, was uns nicht mehr loslässt und arrangieren es für zwei Bässe», sagen die beiden zu ihrem Repertoire, «Wir spielen von Tschaikowsky bis Mingus, von Piazzolla und der argentinischen Folklore bis hin zu Satie. Manchmal improvisieren wir. Oder wir überraschen mit Eigenkompositionen.»
Jojo Kunz studierte zunächst Klavier in Winterthur und Zürich, danach Kontrabass in Luzern. Zwischendurch entwich sie ein Jahr nach Cuba um sich der Fotografie und der kubanischen Musik zu widmen. Sie spielt in diversen Bands vor allem Tango und Ähnliches, wirkt als Zuzügerin in Orchestern mit und unterrichtet Klavier an der Musikschule Prova in Winterthur.
Herbert Kramis landete vor dreissig Jahren nach etlichen Umwegen über Klarinette, Flamencogitarre und E-Bass beim Kontrabass, drückte damit bei Peter Frei die Schulbank an der Swiss-Jazz-School Bern und landete nach einem Studienaufenthalt bei Gary Peacock in New York in der Zürcher Jazz- und Impro-Szene. Und da tummelt er sich noch heut in den verschiedensten Bands wie Michael Gassmann Fearless Five, Müller-Kramis-Baschnagel, Tresbass, Brother Hood, Billiger Bauer, Marco Käppeli & The Even Odds, Co Streiff Sextet, Pentango, Riotango, Kapelle Treibsand.
|
| |
|